Nachhaltigkeit beim Bau bedeutet auch, dass Häuser ohne Müllberge rückbaubar sein sollten

Wir von OKAL sprechen am Liebsten über das Bauen von Häusern. Unsere Fertighäuser werden für die Baufamilien ihr Heim und sind ihr ganz persönliches Traumhaus. Als Premium-Anbieter im Hausbau haben wir viele gute Argumente, warum das Bauen mit OKAL so empfehlenswert ist.

Wer mit uns baut, denkt nicht daran, was mit dem Haus passiert, wenn einmal die Nutzungszeit abgelaufen ist, wenn das Haus in vielen, vielen Jahren einem Neubau weichen soll.

Doch ist es nicht richtig, wenn man auch schon beim Bauen daran denkt, wie ein Haus irgendwann in der Zukunft rückgebaut werden kann und welche Auswirkungen das haben wird? Auch das ist nämlich ein nicht unwesentlicher Punkt, wenn man über nachhaltiges Bauen spricht.

In der Muttergesellschaft von OKAL, der DFH Deutsche Fertighaus Holding, machen wir uns heute bereits Gedanken darüber, wie das Haus des Jahres 2050 aussehen wird. Und wir arbeiten mit anerkannten Wissenschaftlern, Architekten und Experten aus verschiedenen Gebieten daran, Antworten und Lösungen zu erarbeiten.

Ein wesentlicher Punkt ist die Nachhaltigkeit. Hier haben wir mit der Zertifizierung der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) in Gold bereits gezeigt, dass wir Nachhaltigkeit sehr ernst nehmen und auf diesem Gebiet ein Vorreiter in der Bauwirtschaft sind.

Triple Zero: Prof. Werner Sobek plädiert für ephemere Architektur. Gebäude sollten rückbaufähig sein, ohne Sondermüll zu hinterlassen. (Foto: Büro Sobek)
Triple Zero: Prof. Werner Sobek plädiert für ephemere Architektur. Gebäude sollten rückbaufähig sein, ohne Sondermüll zu hinterlassen. (Foto: Büro Sobek)

Wenn Werner Sobek über nachhaltiges Bauen spricht, zieht er gerne Vergleiche mit der deutschen Automobilbranche: Dort ist eine Recyclingquote von mehr als 90 Prozent vorgeschrieben, der Bausektor ist davon noch weit entfernt. Bei der Entwicklung zukunftsfähiger Autos schonen die Ingenieurskollegen zudem Ressourcen und meiden zunehmend seltene Materialien, die Baubranche ist dagegen weiterhin für rund 60 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Das müsse sich ändern, so der Leiter des Instituts für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren an der Universität Stuttgart. Statt etwa nur den Heizenergieverbrauch zu optimieren, müsse die gesamte Energiebilanz und Recyclingfähigkeit eines Gebäudes auf den Prüfstand – von der Produktion der Komponenten über den Bau und die Nutzungsphase bis hin zum Rückbau.

„Professor Sobek ist bereits seit rund 25 Jahren ein Vordenker, wenn es um recyclinggerechte Architektur und nachhaltiges Bauen geht“, lobt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG. Grundlage seines Handelns sei das Streben, Gebäude zu planen, welche die Gesundheit der Menschen fördern und dazu einen hohen Nutzerkomfort sowie eine exzellentes energetisches Verhalten und einen sorgsamen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Baustoffen gewährleisten“, so Sapper. „Damit hat Sobek eine neue Denkweise angestoßen, die seit einigen Jahren die gesamte Baubranche verändert.“

Triple-Zero-Prinzip als Leitlinie

Wesentliche Grundlage des Denkens und Handelns von Werner Sobek ist das von ihm entwickelte Triple-Zero-Konzept. Dieses beschreibt in einer kurzen, prägnanten Formel, welche Anforderungen nachhaltige Gebäude oder Stadtquartiere idealerweise erfüllen sollten. „Nach dem Triple-Zero-Prinzip geplante Projekte sollen nicht mehr Energie verbrauchen, als sie im Jahresdurchschnitt selbst aus nachhaltigen Quellen erzeugen (Zero Energy), keine Emissionen von Kohlendioxid oder anderen für Mensch und Umwelt schädlichen Stoffen erzeugen (Zero Emissions) und vollständig in den Stoffkreislauf zurückführbar sein (Zero Waste)“, erklärt der Ingenieur und Architekt.

Rückbau von Häusern ohne Berge von Sondermüll

Zu Werner Sobeks Kanon gehört: „Wir brauchen ephemere Architektur! Unsere Gebäude sollten einen Tag stehen können oder zehn Jahre – oder ein Jahrtausend. Je nachdem, ob die nächste Generation sie akzeptiert und liebt – oder sie weghaben möchte“, erläutert Sobek. „Für letzteren Fall müssen unsere Gebäude aber auch mit Anstand von der Erde verschwinden können. Ohne Berge von Sondermüll zu hinterlassen, wie das heute üblich ist.“

Noch sei die Baubranche der weltgrößte Müllerzeuger – verantwortlich für jede zweite Tonne Abfall. „Außerdem ist die Branche für 35 Prozent der Emissionen verantwortlich. Allein der globale Kohlendioxid-Ausstoß der Zementproduktion ist deutlich größer als der des gesamten Weltluftverkehrs.“ Bei wirklich nachhaltig geplanten Gebäuden sei der gesamte energetische Aufwand für alle benötigten Baustoffe, die sogenannte „graue Energie“, von vornherein radikal zu minimieren.

Mit gutem Beispiel voran beim ökologischen Bauen

Werner Sobek plant mit seiner Firmengruppe pro Jahr ein Wohnhaus. Diese Projekte dienen seinem Planungsbüro als Experiment und Anschauungsobjekt für neue Technologien, die dann oft auch bei den größeren Projekten seiner Firmengruppe Verwendung finden. Eines dieser Gebäude ist R128, das gleichzeitig das private Wohnhaus der Familie Sobek in Stuttgart ist. Das würfelförmige, viergeschossige, auf allen Seiten vollständig verglaste Gebäude ist nahezu komplett recycelbar und emissionsfrei. R128 ist modular aufgebaut. Der für Heizung und Regelungstechnik benötigte elektrische Strom wird photovoltaisch erzeugt.

Plattform für innovatives und nachhaltiges Bauen

Prof. Werner Sobek gehört neben weiteren führenden Experten des deutschen Bauingenieurs- und Architekturwesens zum Netzwerk „Masterplan Haus 2050“. Die von der DFH ins Leben gerufene Plattform fördert den offenen Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, um das innovative und nachhaltige Bauen in Deutschland voranzutreiben. Ergänzend zu der Buchveröffentlichung „Masterplan Haus 2050“ stellt die Plattform im Internet unter www.haus-2050.de bereits umgesetzte Projekte, neue Lösungsansätze sowie laufende Forschungskooperationen vor.

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