DFH-Chef Thomas Sapper ist neuer Präsident des Europäischen Fertigbauverbands

Der Europäische Fertigbauverband (EFV) hat Thomas Sapper bei seiner Mitgliederversammlung in Stockholm zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Thomas Sapper ist Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG, zu der die vier Fertighausmarken massa haus, allkauf, OKAL und Ein SteinHaus gehören. Turnusmäßig hat Deutschland damit die Nachfolge der EFV-Präsidentschaft von Österreich übernommen. Sappers Vorgänger war der Österreicher Josef Gruber.

Der Europäische Fertigbauverband hat auf seiner Mitgliederversammlung Thomas Sapper, den Vorstandsvorsitzenden der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG, zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. (Foto: Markus Burgdorf)
Der Europäische Fertigbauverband hat auf seiner Mitgliederversammlung Thomas Sapper, den Vorstandsvorsitzenden der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG, zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. (Foto: Markus Burgdorf)

„Als Präsident des Europäischen Fertigbauverbands erhalte ich die Chance, den Weg zum nachhaltigen, klimaneutralen Bauen auch auf europäischer Ebene mitgestalten zu können. Eine Herausforderung, die natürlich nur im Rahmen eines engen Dialogs von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gelingen kann“, so der DFH-Vorstandsvorsitzende. „Dafür steht der Europäische Fertigbauverband.“

Der EFV vertritt die Interessen der nationalen Fertigbauverbände in Europa. Ziel der Vereinigung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Fertigbauweise zu fördern. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die länderübergreifende Gewährleistung hoher Qualitätsstandards und die Verwirklichung gemeinsamer Forschungsprojekte. Aktuell gehören dem EFV die Fertigbauverbände aus Bulgarien, Deutschland, Italien, Slowakei, Tschechien, Großbritannien, Irland, Österreich, Schweden, der Schweiz und Ungarn an.

Aus Deutschland ist der Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) Mitglied im Europäischen Fertigbauverband. Als größtes Mitgliedsunternehmen des BDF und Marktführer in Deutschland realisiert die von Thomas Sapper geleitete DFH pro Jahr rund 3.000 Fertighäuser. Im Geschäftsjahr 2015 lag der Umsatz bei 340 Millionen Euro, im laufenden Geschäftsjahr soll er auf bis zu 500 Millionen Euro klettern.

Bereits seit der DFH-Gründung 2001 gehört Thomas Sapper dem Vorstand der Unternehmensgruppe an. Seit 2011 ist der ausgebildete Zimmerer und Kaufmann (BA) Vorstandsvorsitzender der DFH. Neben seiner neuen Funktion als Präsident des Europäischen Fertigbauverbands (EFV) ist Sapper bereits Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) und Vizepräsident des Bundesverbandes für Wirtschaft und Außenwirtschaft e.V. (BWA).

DFH ist Nachhaltigkeitspionier

Seit vielen Jahren engagiert sich Sapper dafür, das nachhaltige Bauen in Deutschland voranzutreiben. Als erstes Hausbauunternehmen überhaupt erhielt die DFH-Vertriebslinie OKAL im Juni 2013 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) ein Zertifikat für nachhaltiges Bauen im Ein- und Mehrfamilienhaussektor. Seit Mai 2015 werden alle schlüsselfertigen und malervorbereiteten Häuser der DFH-Gruppe nach dem System der DGNB zertifiziert – ohne Mehrkosten für Bauherren.

Neben Fertighäusern entwickelt die DFH in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern innovative und zukunftsfähige Gebäudekonzepte jenseits des klassischen Ein- und Zweifamilienhausbaus – beispielsweise in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt das nachhaltige Studentenwohnheim „CUBITY“.

Standards für die Zukunft setzen

„Der innovative Fertighausbau hat noch großes Potenzial in Deutschland und in Europa“, meint Sapper. „In Deutschland ist bereits jedes sechste neu gebaute Haus ein Fertighaus in Holzrahmenbauweise. Immer mehr Bauherren erkennen die Vorteile der Fertigbauweise.“ In einigen Jahren, so der neue EFV-Präsident, entstehe möglicherweise jedes vierte neue Eigenheim in Deutschland aus vorproduzierten Holzbauteilen.

Auch in den europäischen Nachbarländern sei das Potenzial groß: „Wenn wir auf europäischer Ebene Ernst machen möchten mit dem Schritt zu mehr Nachhaltigkeit, müssen wir jetzt mit ökologisch optimierten, klimaneutralen und energieeffizienten Gebäuden die Standards für die Zukunft setzen“, so Sapper.

Kommentar verfassen