Die Zukunft gehört bezahlbaren Häusern, die ihre Energie selbst produzieren

Die Zukunft gehört nachhaltig gebauten, bezahlbaren Häusern, die ihre Energie selbst produzieren – darüber waren sich Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sowie Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG, bei ihren jüngsten Zusammentreffen unter dem Motto „Politik trifft Wirtschaft“ einig.

„Nach einem ersten Austausch in Berlin haben wir den sehr fruchtbaren Dialog mit Staatssekretär Bomba jetzt an unserem Unternehmenssitz in Simmern fortführen können. Hier hat Herr Bomba auch mit großem Interesse unsere Produktion besichtigt“, erklärt DFH-Vorstandschef Sapper. „Es ist sehr wichtig, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam die Chancen und Herausforderungen beim Hausbau der Zukunft erkennen und jeweils alles in ihrer Macht Stehende tun, um für die Gesellschaft die bestmöglichen Lösungen zu erreichen. Daher sind wir über den Austausch mit Staatssekretär Bomba sehr erfreut“, so Sapper.

Staatssekretär Rainer Bomba liess sich von DFF-Vorstandschef Thomas Sappa die Produktion im Werk Simmern zeigen. (Foto: DFH)
Staatssekretär Rainer Bomba liess sich von DFF-Vorstandschef Thomas Sappa die Produktion im Werk Simmern zeigen. (Foto: DFH)

Die DFH hat sich zu Aufgabe gemacht, zukunftsweisende Wohnkonzepte zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Bauherren und den Anforderungen des Umweltschutzes gleichermaßen gerecht werden. „Die Aufgabe der Politik ist es, die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu setzen und nachhaltiges Bauen in Deutschland voranzutreiben“, meint Sapper.

Einig waren sich Bomba und Sapper in den gemeinsamen Gesprächen darüber, dass die Bau- und Immobilienbranche einen bedeutenden Anteil am Gelingen der Energiewende hat. Die Anreize zu mehr Energieeffizienz seien jedoch teilweise ohne Berücksichtigung wichtiger Nachhaltigkeitsaspekte gesetzt. Besonders kritisch äußerten sich beide Experten beispielsweise zu der häufig empfohlenen Wärmedämmung von alten Gebäuden. „Für meinen Geschmack wird zu oft zu kurz gedacht. Bisher standen die Gebäudehülle, die Außenwanddämmung zu dominant im Fokus“, so Bomba. „Bei allem Modernisierungswillen: Es ist keine wirkliche Lösung, Althäuser mit 25 Zentimeter Styropor zu ummanteln.“

Sapper ergänzte, vielfache Schimmelprobleme innen sowie häufiger Algenbewuchs außen seien deutliche Signale, dass die aktuelle Dämmpraxis kaum nachhaltig sei. Besonders bedenklich sei auch der Aufwand von fünf Litern Rohöl für ein Kilogramm Styropor. „Wir müssen uns in Deutschland wirklich überlegen, ob die aufwändige Sanierung von altem Hausbestand der geeignete Weg ist, die Energiewende im Gebäudesektor zu erreichen. Ich bin davon überzeugt, dass vielfach der Abriss und anschließende Neubau die wirtschaftlichere und nachhaltigere Lösung ist“, so Sapper.

Bei dem ersten Gespräch von Bau-Staatssekretär Rainer Bomba und DFH-Vorstandschef Thomas Sapper ist ein gemeinsames Interview für die Zeitschrift „mein schönes zuhause“ entstanden, welches in voller Länge unter www.zukunft-fertighaus.de nachzulesen ist.

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