Fertighäuser gewinnen Marktanteile – sie gelten als modern und preiswert

Die Hersteller von Holzfertighäusern haben im ersten Halbjahr 2011 deutlich mehr Häuser verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zugleich ist der Anteil an besonders energiesparsamen Effizienzhäusern weiter gestiegen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) gelten Fertighäuser als modern, schnell gebaut und preiswert.

Von Januar bis Juni 2011 wurden 7.330 Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise erteilt. Das entspricht einem Zuwachs von 27 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2010. Wie eine Erhebung des BDF unter seinen Mitgliedsunternehmen ergab, melden acht von zehn Fertighaus-Herstellern ein steigendes Auftragsvolumen. Der Verband rechnet damit, dass selbst bei abgeschwächter Baukonjunktur in der zweiten Jahreshälfte insgesamt noch deutlich mehr Fertighäuser gebaut werden als im Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte der Haushersteller schätzt ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ ein.

„Die Fertigbauweise profitiert von der Energiewende, weil die Fertighaus-Hersteller die gegenwärtig starke Nachfrage nach besonders energieeffizienten und mit erneuerbaren Energien versorgten Eigenheimen bedienen können“, erklärt BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas. Der Anteil staatlich geförderter Effizienzhäuser in Holzfertigbauweise stieg auch 2011 weiter an. So werden inzwischen 86 Prozent der Fertighäuser in den Standards „Effizienzhaus 70“ oder „Effizienzhaus 55“ gebaut, rund 7 Prozent sogar als extrem sparsames „Effizienzhaus 40“, das kaum noch Heizenergie benötigt.

Einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Folge verbinden 47 Prozent aller Deutschen mit Fertighäusern eine moderne Bauweise. Nur zwei Eigenschaften wurden von den Befragten häufiger mit Fertighäusern in Verbindung gebracht. Die kurze Bauzeit nannten 85 Prozent der Befragten, 56 Prozent waren der Meinung, Fertighäuser seien besonders preiswert.

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